Der Normenkontrollrat hat im Rahmen des Projektes „Einfacher zum Studierenden-BAföG“ den Zeitaufwand für das Ausfüllen und die Bearbeitung des BaföG-Antrages erhoben. Hierbei wurde festgestellt, dass das Ausfüllen durch den Studierenden und das Bearbeiten der Anträge durch die BAföG-Ämter sehr lange dauert. Heute brauchen Studierende im Schnitt 5 ½ Stunden für den Erstantrag und 4 ½ Stunden für jeden Folgeantrag. Die Ämter brauchen für die Bearbeitung eines Erstantrags immerhin 1 Stunde.

Die Folge aus der Untersuchung ist eine Liste von Verbesserungsvorschlägen. Sie sieht unter anderem vor die Formulierungen in den Antragsformularen zu vereinfachen, bei Wiederholungsanträgen nur Veränderungen zum Vorjahr angeben zu müssen und für einige Posten (z.B. Mietkosten) Pauschalen einzuführen. Der vielversprechendste Vorschlag ist, den BAföG Antrag online stellen zu können. Hierzu gibt es in Bayern auch schon ein Pilotprojekt. Bis jetzt ist es allerdings nur möglich das Formblatt 1 online zu bearbeiten und abzusenden. Daher wird die Entwicklung dieses Verfahrens wahrscheinlich noch eine Weile dauern.

Da in den nächsten Monaten eine Änderung des BAföG Gesetzes ansteht ist zu hoffen, dass einige der Verbesserungsvorschläge direkt aufgenommen werden, so dass die Antragsstellung sehr bald ein wenig einfacher wird.

Andreas Brockmann

12. April 2010