G8 - Viele neue Studierende
G8 - Was ist das?
Mit der Abkürzung G8 wird im Allgemeinen das so genannte "Turbo-Abitur", also das Abitur nach zwölf Schuljahren bezeichnet. Hauptargument für die Verkürzung der Schulzeit, ist die im europäischen Vergleich, lange Schuldauer in Deutschland.
G8 - Wann geht es los
Während in Bayern in diesem und anderen Ländern wie Baden-Württemberg oder Brandenburg im Jahr 2012 zwei Jahrgangsstufen zeitgleich die Schulen verlassen und zum Teil ein Hochschulstudium aufnehmen wollen, wird dies in Nordrhein-Westfalen erst im Jahr 2013 der Fall sein. Bedingt durch die erstmalige Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 werden jedoch bereits in diesem Herbst zusätzliche Studierendenanfänger an den Hochschulen erwartet.
G8 - Was heißt das konkret für die RWTH?
Viele neue Studierende. Neben den bereits regulär über 6.000 Erstsemesterinnen und Erstsemestern jedes Wintersemester, rechnet man derzeit allein mit ca. 900 zusätzlichen Studienanfängern in den Jahren 2011 und 2012 aufgrund der Wehrpflichtaussetzung. Ab 2013 werden dann knapp 3.000 zusätzliche Studienanfänger an die RWTH strömen. Für alle diese Studierenden benötigt man natürlich Plätze im Hörsaal, Plätze in der Mensa, Lernplätze und vieles mehr. Und wenn der Unitag dann endet, wünschen sich auch die neuen Studierenden natürlich eine möglichst gute Wohnung im zentralen Bereich. Da die FH Aachen ebenfalls eine Aufnahme von zusätzlichen Studierenden in der Größe von 4.000 Studierenden plant, verschärft sich gerade die Problematik um nahen und preiswerten Wohnraum.
G8 - Was macht der AStA?
Der AStA hat dieses Problem frühzeitig erkannt und sensibilisiert seitdem alle wichtigen Akteure für diesen wichtigen Aspekt. Gemeinsam mit der Hochschule laufen seit Ende 2010 gemeinsame Planungen, wie man die zusätzlichen Studierenden empfängt und auch trotz der steigenden Belastungen für alle Studierenden die Studienbedingungen möglichst optimal gestaltet.
So ist man sich mit den Verantwortlichen einig, dass nicht nur mehr Hörsaal-, Seminarraum- und Lernraumkapazitäten geschaffen werden müssen, auch müssen zusätzliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort sein, um nicht einfach nur die Veranstaltungen aufzufüllen. Ebenfalls soll die Organisation der Stundenpläne grundlegend überarbeitet und an die realen Bedingungen angepasst werden. Wichtig ist weiterhin, dass der Wissensstand der zukünftig um ein bis zwei Jahre jüngeren Kommilitonen überprüft und mit Auffrischungsmaßnahmen flankiert wird - Das in der Schule gewonnene Jahr soll schließlich nicht in der Hochschule wieder verloren gehen.
Für den besonderen Bedarf des studentischen Wohnraums, befindet sich der AStA derzeit in der Abstimmung mit dem AStA der FH Aachen, der Stadt Aachen und den Hochschulen und plant in diesem Herbst eine zentrale Webseite als Anlaufstelle für Informationen und Wohnungsangebote.
G8 - Wer bezahlt das denn?
Bund und Länder haben sich gemeinsam im Rahmen des geschlossenen Hochschulpakts II zur Aufnahme von bundesweit 275.000 zusätzlichen Studierenden verpflichtet. Dieses Versprechen wird mit einer Finanzierungszusage von 26.000 Euro (hälftig Bund und Land) je zusätzlichem Studierenden finanziell unterfüttert. An der RWTH kommen hierbei bis zu 180 Millionen Euro an, die zum einen vom Rektorat (für Baumaßnahmen und hochschulweite Maßnahmen) und den Fakultäten (für zusätzliches Personal und Ausstattung) verausgabt werden.
G8 - Wo gibt es weitere Informationen?
Der AStA berichtet regelmäßig über die Neuigkeiten im wöchentlichen Infoblatt 90sek und im Facebook-Profil. Diese Webseiten werden ebenfalls regelmäßig aktualisiert. Informationen der weiteren Akteure finden sich unter folgenden Links:
- RWTH Aachen:http://www.rwth-aachen.de/abi2013
- Stadt Aachen: http://www.aachen.de
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