Evaluation

Ein 3D-Männchen füllt einen Evaluationsbogen aus. Es beantwortet die Frage, ob die Veranstaltung stattgefunden hat mit nein.

Nach langer Vorarbeit verabschiedete der Senat Anfang Februar die "Ordnung zur Durchführung von Qualitätsbewertungsverfahren im Bereich Studium und Lehre", kurz Evaluierungsordnung. Sie trifft neben Regelungen zur studentischen Lehrveranstaltungsbewertung, auch solche zur Studiengangsevaluation, zur Workload-Erfassung (StOEHn) und zur Absolventenbefragung.

Lehrveranstaltungsbewertung - was ändert sich durch die neue Ordnung für euch?

Zukünftig wird jede Veranstaltung in dem Semester, in dem sie angeboten wird, von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bewertet. Diese Bewertung findet immer während einer festgelegten Evaluationsphase von zwei Wochen in der Mitte der Vorlesungszeit statt. Die Befragung findet standardmäßig in Papierform statt, kann aber auch vollständig online abgewickelt werden. Die individuellen Auswertungsberichte ohne Freitextkommentare werden allen an der Veranstaltung teilnehmenden Studierenden zugänglich gemacht. Auch die Fachschaften können diese Auswertungsberichte einsehen. Mindestens einmal pro Semester müssen die Ergebnisse unter Beteiligung der Studierenden in einer zuständigen Fakultätskommission besprochen und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung ergriffen werden. Auch der Prorektor für Lehre wird in Semestergesprächen mit den Fakultät über die Resultate der Evaluierung sprechen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass Eure Bewertungen und Eure Kritik nicht folgenlos bleiben und tatsächlich zur Verbesserung der Lehre beitragen.

Evaluierung eines ganzen Studiengangs, StOEHn und Absolventenbefragung

Die Studiengangsevaluation wird alle fünf Jahre stattfinden, möglichst passend zum Zeitpunkt der Reakkreditierung der Studiengänge. Sie ist ein aufwendiges Verfahren, das etwa zehn Monate dauert und einen Studiengang in seiner Gesamtheit überprüft. Dazu wird ein interner Evaluierungsbericht angefertigt, der u.a. den Soll- und Ist-Zustand der Bildungsziele, die Verknüpfung von Zielen und Curriculum, sowie Stärken und Schwächen abbildet. Daraus wird ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Anforderungen, Zuständigkeiten und Zeitplänen erstellt. Die Workload-Erfassung kennen die meisten unter dem Namen "StOEHn". Online können Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge während des gesamten Semesters Angaben zur Arbeitsbelastung ihrer Module machen. Dadurch soll herausgefunden werden, wie realistisch die angesetzten Credit Points für die Module sind. Die Ergebnisse, die auch den Fachschaften zur Verfügung stehen, werden in den Fakultäten diskutiert und entsprechende Maßnahmen erarbeitet. Das ganze funktioniert aber nur, wenn genug Studierende mitmachen, also helft mit!Wenn ihr schon ein Jahr mit eurem Studium fertig seid, lässt euch die Hochschule trotzdem nicht in Ruhe. Das tut sie aber aus gutem Grund, denn mit Hilfe einer Absolventenbefragung soll herausgefunden werden, was ihr nach dem Abschluss eures Studiums über dieses denkt. Drei und fünf Jahre später könnt ihr dann noch an einer Folgebefragung teilnehmen.

Nachdem nun jahrelang über Notwendigkeit, Zeiträume, Fragebögen und den Datenschutz diskutiert und gerungen wurde, freut es uns besonders, dass gemeinsam von allen Gruppen, Verwaltung und Rektorat eine wirksame und akzeptierte Ordnung geschaffen wurde. Damit hat vor allem die studentische Lehrveranstaltungsbewertung endlich eine vernünftige Grundlage und das bisherige Evaluierungschaos hoffentlich ein Ende.

Wer mehr dazu wissen möchte kann hier auf der Hompage der RWTH die Evaluierungsordnung einsehen bzw. weiterführende Informationen erhalten.

Evaluierungsordnung verabschiedet

Nach langer Vorarbeit verabschiedete vergangenen Donnerstag der Senat die "Ordnung zur Durchführung von Qualitätsbewertungsverfahren im Bereich Studium und Lehre", kurz Evaluierungsordnung. Sie trifft neben Regelungen zur studentischen Lehrveranstaltungsbewertung, auch solche zur Studiengangsevaluation, zur Workload-Erfassung (StOEHn) und zur Absolventenbefragung.

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Felix Gathmann 08. Februar 2010 Evaluation