Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium befragt derzeit mittels der Online- Umfrage „besser studieren“ die Studierenden nach ihren Erfahrungen und Eindrücken aus dem Hochschulalltag.
Über ein Online-Portal können sich alle Interessierten an der Umfrage beteiligen. Mit nur vier (bzw. bei Bachelorstudierenden fünf) Fragen soll die Umfrage Informationen zur Arbeitsbelastung sowie zur Zufriedenheit im Studium und Plänen zu Auslandsaufenthalten ermitteln.
Ob die Umfrage auf diese Weise zu neuen Erkenntnissen beitragen kann, steht für die ASten der RWTH Aachen, der Ruhr-Universität Bochum der TU Dortmund und der Universität Köln in Frage.
„Ein Rückgriff auf die deutlich ausführlicheren und regelmäßig stattfindenden Evaluationen und Umfragen an den Hochschulen wäre der bessere Schritt gewesen, um sich ein Bild von der Studiensituation zu machen“ so Bela Brenger, Vorsitzender des AStA der RWTH Aachen.
Darüber hinaus werden neben inhaltlichen Mängeln auch fehlende Möglichkeiten der Studierendenschaften an der Umfrage mitzuarbeiten kritisiert. „Es stellt den vom Ministerium angebotenen offenen Dialogprozess zur Novellierung des Hochschulgesetzes in Frage, wenn keiner unserer Vorschläge und Kritikpunkte aus dem Treffen mit dem Ministerium in die Umsetzung der Umfrage fließt“ bemängelt Johannes Blömeke, Referent für Hochschulpolitik des AStA der TU Dortmund. Zumindest gibt es die Möglichkeit auch anonym eigene Thesen zu formulieren und bestehende zu bewerten. Die Ergebnisse dieser Diskussion müssen den Kern der Auswertung darstellen.

Der Wert der Umfrage für die Studierenden ist als gering einzuschätzen, zumal völlig offen ist, in wie weit die nicht repräsentativen Ergebnisse verwertet werden. Auch wenn die Möglichkeit für Studierende sich direkt äußern zu können generell positiv zu bewerten ist, ist mit der laufenden Umfrage und all ihren Mängeln ein Chance klar vertan worden, die Meinung der Studierenden sinnvoll in den Novellierungsprozess einzubeziehen.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Bela Brenger
Vorsitzender
(0241) 80-93792 (Sekretariat)
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Ingo Bresgen

08. November 2011