7. Dezember 2011 um 20 Uhr
Die aktuelle Ausstellung „Nie wieder störungsfrei! Aachen Avantgarde seit 1964“ im Ludwig Forum setzt ein mit dem legendären Festival der Neuen Kunst am 20.Juli 1964.

Auf Einladung von Valdis Abolins, damaliger Kulturreferent des AStAs der RWTH Aachen, kamen am Gedenkjubiläum des Hitlerattentats unter anderen Joseph Beuys, Wolf Vostell und Bazon Brock in das Aachener Audimax. Beuys geriet in eine Schlägerei, Vostell verteilte Trillerpfeifen an das Publikum und Brock ließ fünf ahnungslose Männer ihre Gliedmaßen bewegen bis sie ihre Arme wie zum Hitlergruß erhoben. Die Veranstaltung wurde permanent durch Zuschauer gestört und schließlich frühzeitig abgebrochen. Dieses Festival war der Auftakt für eine Reihe von progressiven und politisch motivierten Kunstaktionen, Happenings und Fluxus-Veranstaltungen, die bald auch in der neu gegründeten Galerie Aachen in der Wallstraße stattfanden.
Im Rahmen der Ausstellung „Nie wieder störungsfrei! Aachen Avantgarde seit 1964“ zeigen das Ludwig Forum und der AStA der RWTH Originalfilmaufnahmen des damaligen Ereignisses am Originalschauplatz. Des Weiteren wird Dr. Adam C. Oellers einen Vortrag über die Fluxus-Aktionen in den 1960er Jahren an der RWTH halten. Den ganzen Tag über gibt es die Möglichkeit sich im Foyer Publikationen und Zeitungsartikel aus dieser Zeit anzuschauen.
Der Eintritt ist kostenfrei!

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Bela Brenger
Vorsitzender
(0241) 80-93792 (Sekretariat)
(0176) 62912988 (Mobil)

Ingo Bresgen

26. November 2011