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Internationaler Frauentag

„Wir verändern!“ – das ist der Leitspruch für den Internationen Frauentag in Deutschland. Der Tag, der 1911 von der Hauptforderung des Frauenwahlrechts geprägt war, wird jedes Jahr am 8. März gefeiert - seit 1977 mit Unterstützung den Vereinten Nationen. Auch wenn das Wahlrecht für Frauen beispielsweise in den westlichen Teilen der Welt umgesetzt ist, bleibt die wichtige Bedeutung des Internationalen Frauentages weiterbestehen, denn eine Gleichstellung aller Geschlechter ist weder in Deutschland noch in anderen Ländern der Fall.

In der Studierendenschaft setzt sich unter anderem Silvana als Gleichstellungsprojektbeauftragte ein. Am Internationalen Frauentag stellen wir sie und ihre Arbeit vor.

AStA: Zusammen mit deinem Kollege Vladislav hast du die ersten Wochen in deinem neuen Amt hinter dich gebracht. Wie erlebst du die Anfangsphase?

Silvana: Die Anfangsphase war von Kennenlernen, Vorstellen und netten Gesprächen mit unseren Vorgängern geprägt, die uns wirklich sehr viel gezeigt haben und uns in das Amt eingeführt haben. Da man überall, wo man neu anfängt, auch eine gewisse anfängliche Euphorie oder Elan mitbringt, war ich am Anfang auch besonders stark motiviert alle meine Ideen und Gedanken in das Projekt mit hineinzubringen. Natürlich habe ich dann im Konsens mit meinem GSP-Partner Vladi und den Vorgängern, die nun auch als freie Mitarbeiter weiter im GSP tätig sind, erst die Umsetzung dieser Ideen begonnen, die jedoch noch in ihren Kinderschuhen stecken.

AStA: Der 8. März steht unter dem Kampf für Frauenrechte und Gleichberechtigung. Was möchtest du für die Gleichstellung in der Aachener Studierendenschaft tun?

Silvana: Ich möchte mich stark dafür einsetzen, dass der Begriff „Feminismus“ nicht mehr mit aggressiven Anti-Männer-Parolen in Verbindung gebracht wird, sondern dass er als Notwendigkeit in unserer Gesellschaft verstanden wird, die Frauen mit Männern auf einer Ebene setzt, von der aus sie bedingungslos das erreichen können, was sie wollen und nicht was ihnen gesellschaftliche Konstrukte vorgegeben haben. Viele Studierende an unserer Universität gehen einfach mit dem Strom und fügen sich in das ein, was ihnen vorgegeben wird. Ich möchte Frauen darauf aufmerksam machen, dass sie nicht Bedingungen einfach so hinnehmen müssen, die sie nicht tolerieren. Frauen werden in unserer Gesellschaft ernst genommen, sie müssen jedoch auch von ihrem Recht Gebrauch machen und nach außen treten, wenn sie unter Ungerechtigkeiten an der Hochschule leiden – sei es im Club, wenn sie dumm angemacht werden, oder in der Maschinenbau-Vorlesung, wenn ihnen männliche Kommilitonen hinterherpfeifen.

AStA: Welche konkreten Ziele hast du dir für deine Amtszeit gesetzt?

Silvana: In meiner Amtszeit möchte ich sowohl männlichen, als auch weiblichen Studierenden das Gefühl geben, dass alles, was sie als richtig oder normal empfinden und was weder ihnen, noch der Gesellschaft schadet, auch richtig ist. Toleranz und eine friedliche Koexistenz ist essentiell um sein Studium zu genießen und den Druck, mit dem man an der Uni konfrontiert wird, zu bekämpfen. Nur aus mutigen und starken Studierenden können souveräne und selbstständige Erwachsene Menschen werden und darum möchte ich während meiner Amtszeit Mut zur Offenheit, zur Toleranz und zur Beschwerde gegen Ungerechtigkeiten vermitteln. Besonders Frauen sollen an unserer Universität wissen, dass sie Ungerechtigkeiten jeglicher Art beklagen können, dass man ihnen zuhört und ihnen geholfen wird.

AStA: Beende bitte folgenden Satz: Feminismus bedeutet für mich...

Silvana: ...den Mut zu haben, für die Rechte von unterdrückten und benachteiligten Frauen in unserer Gesellschaft, zu kämpfen.

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07.03.2017 | 21:49 | jg
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