Stellungnahme zur AfD an RWTH

Stellungnahme zur AfD an RWTH

Am morgigen Donnerstag, dem 27.04.2017, treffen im Rahmen der „Podiumsdiskussion zur Landtagswahl NRW 2017“ – organisiert durch eine Gruppe Studierender der verschiedenen Stiftungen – Vertreter der führenden Parteien in der Aula 1 der RWTH Aachen aufeinander.

Mit der Teilnahme von Marcus Pretzell, NRW- Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland, an der Veranstaltung kommt es hiermit zu einem ganz besonderen Fall – dem Auftritt der AfD an unserer Hochschule. Entschieden wollen wir uns an dieser Stelle als AStA der RWTH Aachen von deren politischen Agenda, ihrer martialischen Rhetorik und ihrer Wirkung auf unsere offene Gesellschaft distanzieren.

"Die Beteiligung der AfD stellt vor diesem Hintergrund immer eine Gratwanderung dar. Als AStA der RWTH Aachen sehen wir es kritisch, dass Vertretern derartig radikaler Strömungen diese Bühne geboten wird, und somit der politische Diskurs vergiftet wird.“, so Wenzel Wittich, Vorsitzender des AStA. „Gleichwohl haben wir uns bisher - und wollen es auch zukünftig - für einen demokratischen politischen Diskurs an unserer Hochschule eingesetzt“, so Wittich weiter.

„Demokratie bedeutet Streit um Meinungen, Politisierung von Studierenden und das Finden eines Konsens. Nur im politischen Streit können Positionen der AfD überwunden werden, nie aber mit Zensur und Bevormundung der Wählerinnen und Wähler.“, so David Beumers, Referent für politische Bildung im AStA.

Dennoch distanzieren wir uns als AStA der RWTH Aachen von den Positionen der Alternative für Deutschland und ihren Kandidierenden, von den reaktionären, völkischen und nationalen Ideen, die sie propagiert und mit der sie sich gegen die offene und vielfältige Gesellschaft stellen, in der wir leben.

Wir als AStA der RWTH Aachen sind für eine offene, multikulturelle und internationale Hochschule, an der Studierende aller Länder herzlich willkommen sind. Wir sind für eine Stadt, in der Toleranz und Miteinander gelebt wird. Wir sind für ein Land, das sich den Fragen der Zukunft mit im demokratischen Prozess gefundenen Antworten stellt, das mit Diversität antwortet anstelle von Abschottung.

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26.04.2017 | 18:05 | ww und db
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