Zero Discrimination Day

Zero Discrimination Day

„Sei laut gegen Diskriminierung!“ – unter diesem Motto steht im jedem Jahr der „Zero Discrimination Day“ am 1. März. Viele Menschen leiden unter den verschiedensten Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung. Dagegen gilt es einzustehen und sich für eine Welt ohne Diskriminierung einzusetzen. Menschen müssen für das Thema sensibilisiert werden und Betroffenen muss ein breites Beratungsangebot zur Verfügung stehen.
Auch die Studierendenschaft der RWTH bietet ein Beratungsangebot, das sich direkt an Studis wendet. So setzt sich das Gleichstellungsprojekt dafür ein, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrer religiösen Zugehörigkeit oder irgendeines anderen Merkmals dieselben Chancen haben und in allen Bereichen gleichermaßen respektiert werden. Das Gleichstellungsprojekt der Studierendenschaft wird jährlich vom Studierendenparlament gewählt. Die derzeitigen Gleichstellungsprojektbeauftragten sind seit Januar im Amt und setzen sich immer aus einer weiblichen und einer männlichen Person zusammen.

Zum Aktionstag „Zero Discrimination Day“ möchten wir das Gleichstellungsprojekt der Studierendenschaft vorstellen und damit auch Vladislav, den Gleichstellungsprojektbeauftragten. 

AStA: Vladislav, du jetzt gut einen Monat im Amt. Wie hast du die ersten Wochen erlebt?

Vladislav: Die ersten Wochen im Amt waren für mich sehr turbulent, aber vor allen Dingen aufregend. Wie bei jedem kleinen oder großen Neuanfang war die Anfangszeit voller neuer Eindrücke. Silvana (weibliche Gleichstellungsprojektbeauftragte, Anm. d. Red.) und ich hatten jedoch durch viele gemeinsame Treffen die Möglichkeit, uns gegenseitig beim Einstieg zu unterstützen und uns so in unsere neuen Positionen einzugewöhnen. Nicht zuletzt durch die Hilfe der AStA-Mitarbeitenden, der motivierten freiwilligen Mitarbeitenden des Gleichstellungsprojekts (GSP) und der ehemaligen GSP-Beauftragten Lara Bohne gelang uns ein guter Einstieg. Dafür, dass sie ihre Erfahrung mit uns teilen, bin ich ihnen sehr dankbar.

 

AStA: Wie siehst du die Aufgabe des Gleichstellungsprojekts?

Vladislav: Ich sehe die Aufgabe des GSP zuvorderst in der Sensibilisierung für Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsthemen im Studienalltag der Studierenden, aber auch in Bezug auf Hochschulstrukturen. Das GSP als vom SP gewählte Einrichtung fungiert in meinen Augen als ein Scharnier zwischen der Vertretung der Studierendenschaft und den zentralen Gleichstellungseinrichtungen der Hochschule. Eine weitere Aufgabe der GSP-Beauftragten ist es, Ansprechpartner der Studierenden zu sein. Erfährt jemand Diskriminierung im Studienalltag, kann es hilfreich sein, darüber zu reden. Unabhängig davon, ob ein Gespräch dazu führt, dass explizite Lösungswege erarbeitet werden, um zukünftiger Diskriminierung vorzubeugen, kann das Bewusstsein dafür, dass man mit den eigenen Problemen gehört und verstanden wird, erleichternd sein.

 

AStA: Wodurch genau zeichnet sich deine Arbeit aus? Mit welchen Dingen hast du dich in bisher beschäftigt? 

Vladislav: Mir fallen zwei Aspekte zu der ersten Frage ein: Erstens ist die Arbeit des GSP einzigartig an unserer Hochschule, da die freiwilligen Mitarbeitenden und die Beauftragten bestimmte Probleme als Studierende in den Blick nehmen. Sie haben ähnliche Erfahrungshorizonte wie die Studierenden im Allgemeinen und haben so eine günstige Ausgangslage, um relevante Problemhorizonte zu identifizieren. Als Studierender bin ich von den Themen, mit denen ich mich im GSP beschäftige, selbst unmittelbar betroffen.
Zweitens zeichnet sich meine Arbeit durch eine gewisse Autonomie aus. Im GSP haben wir die Möglichkeit, die abstrakten Ziele mit konkreten Ideen und Aktionen auszugestalten. Das macht die Arbeit sehr kreativ, weshalb die Diskussion im Team von großem Wert ist.

Bisher habe ich als GSP-Beauftragter gemeinsam mit Silvana und den freiwilligen Mitarbeitenden und Anderen eine Stellungnahme zur Verwendung des gewählten Namens von Trans* Studierenden an Hochschulen erarbeitet. Außerdem haben wir bereits begonnen, erste kleinere Aktionen zu planen. Man darf also gespannt bleiben, was noch kommt.

 

AStA: Beende folgenden Satz: Gleichstellung bedeutet für mich...

Vladislav: ...gleiche Chancen und Lebensbedingungen für jeden zu ermöglichen. Gleichberechtigung erwächst aus der allgemeinen Gleichheit der Menschen und ist in den Menschenrechten verankert.

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