Corona Forderungen

Die Corona-Pandemie hat auch uns Studierende vor eine große Herausforderung gestellt. Vorhandene Probleme wurden deutlich sichtbarer und viele kurzfristige Lösungen zeigten, dass diese Probleme in der breiten Politik weder wahrgenommen noch verstanden wurden. Mit dem Projekt “Corona Geschichten” möchten wir mit Hilfe von realen Schicksalen Forderungen formulieren, um die Situation der Studierenden und der jüngeren Generation zu verbessern.

Therapieplätze

In Deutschland existieren zu wenige Therapieplätze. Die Wartezeiten betragen mehrere Monate und die Betroffenen bekommen nur schwer Hilfe. Wir fordern die Erhöhung der Anzahl von Kassensitzen in Deutschland, um flächendeckend für eine gute Versorgung zu sorgen. Psychische Gesundheit ist ein Grundrecht und eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Spätestens die Pandemie hat gezeigt, dass diesem Leistungsanspruch nicht ausreichend nachgekommen wird

Psychologische Beratung an den Hochschulen

Die psychologische Beratung und Studienberatung an Hochschulen ist finanziell nicht in der Grundfinanzierung der Hochschulen durch die Länder vorgesehen. Die Hochschulen und Studierendenwerke finanzieren diese Beratung, wenn sie überhaupt existiert, aus anderen Mitteln, wie zum Beispiel den Semesterbeiträgen der Studierenden. Wir fordern eine Finanzierung oder Unterstützung solcher Beratungsstrukturen an jeder Hochschule durch die Länder.

BAföG

Im Jahr 2020 wurden nur noch 11% der Studierenden durch das BAföG gefördert (1971 noch 45%), oftmals reicht selbst bei denen, die eine Förderung erhalten das BAföG nicht zum Leben aus. Weitere Probleme mit dem BAföG können auch hier nachgelesen werden: https://bafoeg50.de/reform/. Die geplanten Änderungen der Regierung gehen im Bezug auf die eklatanten Defizite noch nicht weit genug.

Finanzielle Sicherheiten

Studierende besitzen in der breiten Masse weder finanzielle Rücklagen noch krisensichere Arbeitsplätze. Unterstützungsmöglichkeiten, wie die der Corona-Nothilfe für Studierende, wurden zu spät, unregelmäßig und zu gering ausgezahlt, weswegen viele Studierende in finanzielle Not geraten sind. Studieren darf kein Luxus oder eine finanzielle Entscheidung sein. Wir fordern eine Erarbeitung von finanziellen Auffangnetzen für Studierende, auch außerhalb der Corona-Zeit.

Stimme der Studierenden und jüngeren Generationen

Insbesondere in der Pandemie hat sich gezeigt, dass Studierende, sowie Schüler*innen und Auszubildende von der Politik oftmals weder gehört, noch verstanden werden. Anders als andere Generationen, Verbände und Interessengruppen gibt es keine Lobbygruppe mit genügend Einfluss, um die Bedürfnisse dieser Generationen an die richtigen, entscheidenden Stellen zu tragen. Wir fordern die Politik dazu auf, diesen Gruppen mehr Beachtung zu schenken.

Für Rückfragen und Anmerkungen wenden Sie sich an kultur@asta.rwth-aachen.de