Heute vor 59 Jahren…

Endete mit dem Einlenken Kennedys und Chruschtschows die Kubakrise. Etwa eine Woche vorher hatte Kennedy öffentlich bekanntgemacht, dass die Sowjetunion Atomraketen auf Kuba stationiert hatte. Während sein militärischer Beraterstab auf Luftangriffe und Invasion pochte, behielt der US-Präsident einen kühlen Kopf, und befahl stattdessen vorerst eine Seeblockade um Castros Kuba. In einem Brief von Chruschtschow wurde schnell klar, was die Sowjets sich aus der Krise erhofften: Einen Abzug der amerikanischen Atomraketen aus der Türkei, die für die Sowjetunion eine ähnliche Bedrohung darstellten wie die Raketen auf Kuba für die USA. Doch Kennedy weigerte sich erst, dem zuzustimmen. Erst als am 27. Oktober durch den Abschuss eines US-Flugzeugs über Kuba und dem Beinahe-Abschuss eines sowjetischen Atomtorpedos die Welt dem Nuklearkrieg noch einen Schritt näher kam, willigte er ein. Um nicht als Verlierer der Krise dazustehen, wurden die Atomraketen im Geheimen aus der Türkei abgezogen. Öffentlich sicherte die USA zu, keine Invasion auf Kuba vorzunehmen. Im Gegenzug zog die Sowjetunion ihre Atomraketen von der Karibikinsel ab.

Nie war die Welt einem Atomkrieg so nahe gekommen. Doch die diplomatische Lösung der Krise sorgte für Entspannung zwischen den Supermächten, über das neu eingerichtete „Rote Telefon“ wollte man künftig im Krisenfall direkt miteinander reden können. Lediglich Castro war über den Abzug der Raketen nicht erfreut. Nach der CIA-unterstützten Invasion in der Schweinebucht 1961 fürchtete er auch nach der Krise noch eine militärische Intervention durch die USA. Es kam zum diplomatischen Zerwürfnis mit den Sowjets, welches erst viele Jahre später beigelegt wurde.

Falls ihr mehr über die Kubakrise erfahren wollt, und 10 Stunden zum Totschlagen habt, empfehlen wir euch die zweite Staffel des Podcasts „Blowback“ (auf Englisch):
https://open.spotify.com/show/2pibBnPuHqKr07hxEMZE41?si=007d8c8da83041e2

(ps)