Heute vor 40 Jahren,

wurde zum ersten Mal der “Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen” durch verschiedene südamerikanische Menschenrechtsorganisationen ausgerufen. Ziel dieses Aktionstages ist es, die Aufmerksamkeit für Gewaltverbrechen gegen Frauen zu erhöhen. Der Aktionstag soll auf Zwangsprostitution, sexuellen Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion, weibliche Armut, Femizide und andere Verbrechen gegen Frauen aufmerksam machen. Seit 1999 wurde dieser Tag auch von den Vereinten Nationen zum internationalen Gedenk- und Aktionstag erklärt.

Hintergrund für die Wahl des Datums ist die Ermordung der Geschwister Mirabal. Die dominikanischen Menschenrechtsaktivistinnen, die in der Agrupación política 14 de junio (Politische Gruppierung des 14. Juni) den Umsturz des Diktators Rafael Trujillo planten. Die Geschwister Patria, Minerva und María Mirabal wurden am 25. November 1960 auf Befehl Trujillos ermordet. Das Attentat kostete den Diktator weitere Sympathien innerhalb der Bevölkerung, den USA und den umgebenden Ländern. Die Schwestern wurden in der Folge Symbolfiguren für den Widerstand gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik. Trujillo wurde 1961 durch ein Attentat ermordet und sein Regime wurde kurze Zeit später durch eine Militärrevolte entmachtet.

Allein in Deutschland stieg die Zahl der Gewalttaten in partnerschaftlichen Beziehungen laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend um 4,9% auf 119.164 im Jahr 2020 verglichen mit 2019. Eine Studie im Auftrag der EU aus dem Jahre 2015 ergab, das rund ein Drittel aller Frauen körperliche und/oder sexuelle Gewalt seit dem 16. Lebensjahr erleiden musste.

(sp)