Heute vor 58 Jahren wurde John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten, von Lee Harvey Oswald in Dallas ermordet. Sein Amtsnachfolger, Lyndon B. Johnson, rief die Warren-Kommission wenige Tage danach ein, um die Umstände des Attentats zu untersuchen. Es lautet im offiziellen 888-seitigen Bericht, dass Oswald den Präsidenten allein getötet hat. Leider kam es für Oswald nie zum gerichtlichen Prozess, denn er ist selbst zwei Tage nach dem Attentat während seiner Gefangenschaft ermordet worden, weshalb seine genauen Motivationen bis heute unklar bleiben. Trotz zahlreicher Untersuchungen besteht Zweifel an der Einzeltäterthese.

Das Kennedyattentat ist ein wichtiges Beispiel von Misstrauen einem liberal-demokratischen Staat gegenüber, was in heutiger Gesellschaft weiter Thema bleibt. Es erinnert daran, dass die vermittelten Fakten, so klar sie auch erscheinen mögen, oft Raum für Missinterpretationen oder Missverständinisse bieten und es betont die Wichtigkeit der Glaubwürdigkeit von Expert*innenanalysen und demokratischer Prozesse.

(cc)